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Schulraumplanung Mellingen wird aktualisiert

Nachdem der Projektkredit für die Schulraumerweiterung in der Schulanlage Kleine Kreuzzelg an der Gemeindeversammlung vom 21. November 2017 zurückgewiesen worden ist, sind der Gemeinderat und die Arbeitsgruppe Schulraumerweiterung nochmals über die Bücher gegangen.

An der Gemeindeversammlung vom 21. November 2017 hat der Gemeinderat drei Verpflichtungskredite in der Gesamthöhe von 1,5 Mio. Franken für die Projektierung eines neuen Primarschulhauses, die Anpassung der bestehenden Schulanlage und die Erneuerung der Wärmeerzeugung in der Kleinen Kreuzzelg beantragt.

Die Stimmberechtigten haben die Kredite zurückgewiesen mit dem Auftrag, die zukünftigen Schülerzahlen und den dafür notwendigen Schulraum nochmals zu evaluieren und die Kosten für das geplante Schulhaus wenn immer möglich zu senken. Die Stimmberechtigten hielten die vorgelegten Zahlen mehrheitlich für zu hoch gegriffen und zu wenig transparent.

Der Gemeinderat und die Arbeitsgruppe Schulraumerweiterung haben die Sachlage unter dem Gesichtspunkt der vorgebrachten Einwände analysiert. Die zukünftigen Schülerzahlen wurden nochmals seriös überprüft. In mehreren Sitzungen wurde der Raumbedarf Zimmer für Zimmer erörtert. Die Schulleitung hat den Verwendungszweck und die Raumbelegung nochmals detailliert aufgezeigt und begründet. Zudem sind detaillierte Abklärungen über mögliche Kostenoptimierungen im Gange.

Der Gemeinderat und die Schule wollen die Bevölkerung eingehend über die Raumbedürfnisse, wie sie an einer zeitgemässen Schule notwendig sind, informieren. Denn die Zeiten, als eine Schulklasse ein Schulzimmer benötigte, gehören der Vergangenheit an. Aus der Schulreform 6/3 und den bevorstehenden Änderungen im Zusammenhang mit dem Lehrplan 21 ergeben sich steigende Raumbedürfnisse.  Eines ist klar: Mit den Schülern, die in den nächsten Jahren eingeschult werden, wird es ab 2021 an Schulraum fehlen. Dadurch werden bis zur Realisierung der zusätzlichen Schulraumbedürfnisse unter Umständen provisorische Übergangslösungen nötig sein.  

Es hat sich einmal mehr herausgestellt: In einer frühen Planungsphase ist eine absolut exakte Voraussage der kommenden Schülerzahlen nicht möglich. Aber es ist möglich auf Grund vorhandener Zahlen und Daten sowie von Erfahrungswerten anderer Gemeinden eine Prognose zu stellen, die als realistisch angenommen werden darf.

Die nochmalige Analyse der zukünftigen Schülerzahlen zeigt eine annähernd deckungsgleiche Entwicklung, wie sie schon an der letzten Gemeindeversammlung vorgestellt wurde. Das Bevölkerungswachstum in der Vergangenheit und auch in nächster Zukunft macht es unumgänglich, weiteren Schulraum zu schaffen.

An der letzten Gemeindeversammlung konnte das aus dem Projektwettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt aus rechtlichen Gründen noch nicht vorgestellt werden. Die eingereichten Projekte wurden am 26. Februar 2018 vorgestellt. Der Gemeinderat hat die Absicht, das Projekt Schulraumerweiterung mit dem benötigten Neubau eines Primarschulhauses mit den nochmals überarbeiteten Zahlen an der  nächsten Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2018.vorzustellen und die entsprechenden Verpflichtungskredite zu beantragen.

Felber Widmer Schweizer Architekten Neubau Primarschulhaus Kleine Kreuzzelg [pdf, 2.98 MB]