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Schulraumerweiterung/Neubau Primarschulhaus Kleine Kreuzzelg: Gesamtkosten konnten um drei Millionen Franken gesenkt werden

An der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2018 wird die Erweiterung der Schulanlage Kleine Kreuzzelg erneut ein Thema sein. Der Gemeinderat hat die Bevölkerung am 14. Mai 2018 über den neuesten Stand der Planung informiert. Gegenüber den geschätzten Gesamtkosten von 24 Mio. Franken konnten aufgrund der weiteren Abklärungen rund 3 Mio. Franken eingespart werden, so dass neu von einem Kostenrahmen von 21 Mio. Franken ausgegangen werden kann.

An der Winter-Gemeindeversammlung vom 21. November 2017 hat der Souverän die Anträge für Projektierungskredite in Höhe von insgesamt 1,5 Mio. Franken zurückgewiesen. Der Gemeinderat erhielt den Auftrag, die Schülerzahlen und den Raumbedarf nochmals zu überprüfen sowie die Gesamtkosten zu reduzieren.

Zudem wurde ein Überweisungsantrag gutgeheissen, der die Überprüfung des Bedarfs für Tagesstrukturen sowie die Schaffung allfälliger zusätzlicher Angebote verlangte. Der Gemeinderat hat dafür eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ihre Arbeit umgehend aufgenommen hat. Sie wird die interessierte Bevölkerung am Mittwoch, 23. Mai 2018 über den Stand der Planung in Sachen Tagesstrukturen informieren.

Alles wurde nochmals überprüft

In der Folge hat der Gemeinderat durch die bestehende Planungskommission die Entwicklung der zukünftigen Schülerzahlen nochmals vertieft überprüfen lassen. Dabei haben sich die evaluierten Schülerzahlen bestätigt. Der Bedarf von 18 weiteren Schulabteilungen ist begründet und lässt sich nicht nach unten korrigieren.

Nach Überprüfung der Schülerzahlen und des daraus abgeleiteten Raumbedarfes wurden die Kosten nochmals detailliert unter die Lupe genommen. Dabei geht es einerseits um die Kosten für die Sanierung der bestehenden Schulhäuser, die Dachsanierung des Oberstufenschulhauses sowie die Erneuerung der mittlerweile seit 24 Jahren in Betrieb stehenden Wärmeerzeugungsanlage.

Kostenschätzung um 3 Millionen Franken tiefer

Die ursprünglich ermittelten Kosten in Höhe von 3,6 Mio. Franken für die Sanierung und Anpassungen der bestehenden Schulhäuser sowie der Dachsanierung des Oberstufenschulhauses konnten um 1,9 Mio. auf 1,7 Mio. Franken gesenkt werden. Dies vor allem deshalb, weil aufgrund vertiefter Abklärungen verschiedene Sanierungsmassnahmen einfacher ausgeführt oder zurückgestellt werden können wie zum Beispiel der Ersatz sämtlicher Fenster beim Primarschulhaus.

Mit den nun vorgesehenen baulichen Massnahmen sollen die bestehenden Schulhäuser mindestens weitere 10 Jahre ohne grösseren Sanierungsaufwand genutzt werden können.

Die vorgesehenen Kosten für den Ersatz der Wärmeerzeugungsanlage mit der kompletten Erneuerung der Heizzentrale und einer Erdsonden-Wärmepumpenanlage, mit der rund 120 000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden, bleiben hingegen unverändert bei 1,6 Mio. Franken.

Für den Bau des neuen Primarschulhauses wurde an der Gemeindeversammlung im November 2017 mit Kosten in Höhe von 18,4 Mio. gerechnet. Hier konnten die Kosten in Zusammenarbeit mit Fachplanern und den Architekten Felber Widmer Schweizer auf 17,6 Mio. Franken gesenkt werden. Unter anderem wurde das Materialisierungskonzept bereits besprochen und optimiert. Im weiteren Verlauf der Planung sollen zusätzliche Einsparungsmöglichkeiten im Sinne eines „Design to cost“-Prozesses gemeinsam mit den Architekten gesucht werden.

Die bestehenden Aulen im bisherigen Primarschulhaus und im Oberstufenschulhaus können zukünftig als Musik- und Schulzimmer genutzt werden. Mit der grösseren und zweckmässigen Aula im neuen Primarschulhaus wird die Schulanlage Kleine Kreuzzelg nur noch über eine Aula verfügen, die auch von aussen gut erreichbar ist und dadurch auch für öffentliche Anlässe und Vereinsanlässe besser genutzt werden kann.

Auch die Projektierungskosten für den Neubau konnten noch optimiert werden. Anstelle von 1,2 Mio. Franken beträgt der neue Projektierungskredit noch 1 Mio. Franken.

Zeitplan/Weiteres Vorgehen

An der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2018 sollen den Stimmberechtigten die Projektierungskredite für den Neubau des Primarschulhauses von 1 Mio. Franken sowie für die Wärmeerzeugung von 0,1 Mio. Franken zur Genehmigung unterbreitet werden.

Zudem muss das Dach des Oberstufenschulhauses dringend saniert werden, weshalb auch der dafür notwendige Kredit von 0,4 Mio. Franken ebenfalls traktandiert wird. Die Ausführung ist in den Sommerferien 2019 vorgesehen.

Sofern allen drei Krediten am 13. Juni 2018 zugestimmt wird, werden die entsprechenden Planungen umgehend weitergeführt, so dass der Neubau mit Beginn des Schuljahres 2021/2022 bezugsbereit ist. Schulpflege und Schulleitung werden alles daran setzen, dass bis zu diesem Zeitpunkt keine teuren Provisorien nötig werden.