Direkt zum Inhalt springen zur Navigation

Legislaturziele des Gemeinderates

Im Frühjahr hat sich der Gemeinderat in seiner Klausur im Reusspark in Niederwil intensiv mit der anzustrebenden zukünftigen Entwicklung der Gemeinde befasst.

Die erstmalige Zusammenarbeit in der neuen Besetzung war konstruktiv und zielgerichtet. Aufgrund der bekannten anstehenden Grossprojekte (Neubau Schulhaus Kl. Kreuzzelg, Realisierung Umfahrung) und der beschränkten Ressourcen hat sich der Gemeinderat darauf geeinigt, hauptsächlich in 6 wichtigen Kernbereichen Legislaturziele zu formulieren und die weiteren Aktivitäten darauf auszurichten.

Im Vordergrund stehen die folgenden 6 Kernthemen, die für die weitere Entwicklung der Gemeinde einen hohen Stellenwert haben:

  1. Umfahrung
  2. Zentrumsentwicklung inkl. Altstadtaufwertung
  3. Kultur
  4. Realisierung und Planung öffentliche Bauten
  5. Führungs- und Verwaltungsentwicklung
  6. Ver- und Entsorgung

Nachfolgend werden die wichtigsten Legislaturziele der einzelnen Kernthemen kurz beschrieben:

1. Umfahrung

Der Gemeinderat setzt sich weiterhin für die rasche Realisierung der Umfahrung ein und wird den Kanton in allen weiteren Verfahrens- und Planungsschritten unterstützen. Bei Bedarf werden kommunale Anliegen und Bedürfnisse eingebracht und die Planung kommunaler Projekte soll mit der Planung und Realisierung der Umfahrung abgestimmt werden. Der Baubeginn der langersehnten Umfahrung soll mit einem Spatenstich „für alle“ gebührend gefeiert werden, zu dem die ganze Bevölkerung eingeladen wird.

Und schliesslich soll nach der Inbetriebnahme der Umfahrung ein grosses Einweihungsfest stattfinden, um diesen historischen Moment so richtig zu feiern und zu geniessen.


2. Zentrumsentwicklung inkl. Altstadtaufwertung

Bis zur Inbetriebnahme der Umfahrung will der Gemeinderat unter Einbezug aller wichtigen Interessengruppen eine umfassende Planung anstossen, um die Entwicklung des wichtigen Zentrumsbereiches zu klären. Dabei sollen insbesondere die folgenden Themen/Bereiche abgedeckt und konkrete Massnahmen dazu erarbeitet werden:

  • Nutzungspotentiale und mögliche Bebauungen entlang der Strassenräume,
  • Schaffen attraktiver Verbindungen zwischen der Altstadt und dem Zentrumsbereich sowie hohe Aufenthaltsqualität mit zugänglichen Freiräumen
  • Strassenraumgestaltung sowie Neukonzeption und Optimierungen der ÖV-Linien und –haltestellen
  • Attraktive und sichere Verbindungen für Velo- und Fussverkehr
  • Parkierungskonzept

Die Bevölkerung soll während des Planungsprozesses die Möglichkeit zur Mitwirkung erhalten. Bezüglich Altstadtaufwertung soll die Planung der Hauptgasse vorangebracht werden, so dass umgehend nach Inbetriebnahme der Umfahrung die Umgestaltung realisiert werden kann


3. Kultur

Das Mellinger Kulturangebot ist bereits vielfältig und interessant. Der Gemeinderat möchte dies erhalten und nach Möglichkeit ausbauen. Es soll eine verstärkte Koordination durch die Gemeinde angestrebt werden, damit die verschiedenen Angebote und Trägerschaften gezielt unterstützt und gefördert werden können. Die beliebten Altstadtführungen sollen weiter angeboten und allenfalls mit einem neuen Konzept weiter ausgebaut werden. Des Weiteren soll auch das Ortsmuseum weiter bestehen, jedoch sollen hier ebenfalls neue Wege und Ideen gesucht und umgesetzt werden.


4. Realisierung und Planung öffentliche Bauten

Im Vordergrund stehen die erfolgreiche Realisierung des Primarschul-Neubaus und der Umbauten in den bestehenden Schulgebäuden sowie der Erneuerung der Wärmeerzeugung in der Kleinen Kreuzzelg. Der Gemeinderat will zudem eine langfristige Strategie für die Planung von künftigen Bauvorhaben erarbeiten sowie eine aktive Instandhaltungspolitik für die bestehenden öffentlichen Gebäude implementieren.


5. Führungs- und Verwaltungsentwicklung

Um die Anliegen und Bedürfnisse der Bevölkerung möglichst zeitnah und kundenorientiert abzudecken, sollen die Dienstleistungen der Gemeinde in einer modernen und dienstleistungsorientierten Verwaltung erbracht werden. Die Bevölkerung soll die Dienstleistungen der Gemeinde möglichst einfach und unkompliziert sowie nach Möglichkeit auch digital in Anspruch nehmen können. Die permanente Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden ist dem Gemeinderat sehr wichtig. Zudem sollen mit einer aktiven Personalentwicklung auch die Nachfolgeregelungen für Schlüsselpositionen frühzeitig angegangen werden.


6. Ver- und Entsorgung

Die langfristige Versorgung mit Wasser und Energie ist eine wichtige Zielsetzung, die auch über eine Legislaturperiode hinaus betrachtet und diskutiert werden muss. Der Gemeinderat möchte sich mit den Fragen beschäftigen, die sich aus der Energiestrategie 2050 des Bundes für die Gemeinden stellen, wie z.B. welche konkreten Auswirkungen hat die Umsetzung der Energiestrategie 2050 auf die Gemeinden und wie kann sich die Gemeinde darauf einstellen bzw. welche Massnahmen kann eine Gemeinde treffen. Das Projekt Wasser 2035 wird der Gemeinderat weiterhin aktiv verfolgen und bei Bedarf die eigenen Anliegen und Bedürfnisse einbringen. Die anstehende Erneuerung und Ausbau der Abwasserreinigungsanlage soll durch die Gemeindevertreter eng begleitet werden.

Nebst diesen Zielsetzungen in den 6 Kernbereichen werden selbstverständlich auch viele weitere Aufgaben und Herausforderungen weiterbearbeitet und bewältigt, die sich auch aus dem laufenden Tagesgeschäft ergeben oder neu an den Gemeinderat herangetragen werden.

Die Ziele und Massnahmen müssen auf die bestehenden personellen und finanziellen Ressourcen abgestimmt werden. Daher ist sich der Gemeinderat bewusst, dass die Realisierung der formulierten Ziele nicht ausschliesslich in der laufenden Amtsperiode möglich sein wird und allenfalls auch andere wichtige Anliegen und Bedürfnisse nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden können.


Mellingen, 13. September 2018


i.A. des Gemeinderates Mellingen

Bruno Gretener, Gemeindeammann