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Rückblick: Internationaler Museumstag in der Stadtscheune

Alljährlich laden viele Museen zum Internationalen Museumstag ein. Oft gibt es besondere Aktionen, die Museen sind kostenlos und länger geöffnet, die Bevölkerung soll mehr Einblick in das bekommen, was sich dort ereignet.


Wie die letzten Jahre war auch die Stadtscheune von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet und lockte viele Interessierte an, die den Besuch mit einem Rundgang über den gleichzeitig stattfindenden Flohmarkt verbanden. Manche hatten die neue Dauerausstellung noch gar nicht gesehen, andere kamen zum wiederholten Mal, weil man bei einem einzigen Besuch gar nicht alles erfassen kann. Es gibt viele Texte zu lesen, Streitgespräche zum Thema Katholiken und Reformierte zu hören oder die Beiträge zur Migration zu sehen oder zu ergänzen.


Wie schon einige Wochen vorher startete eine Gruppe von Hobby- oder Profimalerinnen, Urban Sketchers, am Morgen zu einem Rundgang durch Mellingen, um dort besonders reizvolle Motive malerisch oder zeichnerisch einzufangen. Es ist kaum zu glauben, wie viele begabte Künstler sich in unserer Gemeinde und im Umland verstecken! Um 14.00 Uhr waren alle zurückgekehrt und die Werke im Forum aufgehängt, sodass die Besucher sie bewundern konnten. Ausgehend von einzelnen Exemplaren führten dann Stadtrat Hanspeter Koch und Städtliführerin Pia Kriese durch die Ausstellung und brachten neue Einblicke in die Geschichte Mellingens.

Parallel dazu gab es am Morgen und am Nachmittag eine Veranstaltung für Kinder, bei der sie anhand von interessanten Objekten mit der Geschichte unserer Stadt bekannt gemacht wurden. Sehr lebendig liess die Stadtscheunenleiterin Yvonne Fischer verschiedene Lebenssituationen vor den Augen erscheinen: Warum verbeugten sich die Menschen im Mittelalter zur Begrüssung so, dass der Hals frei lag, wie ist es, wenn man ganz arm ist, weil das Nationalbahnprojekt gescheitert war, was hatten die Menschen in früheren Zeiten schon und was nicht, wann trägt man welchen Hut? Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und auch die Eltern hatten ihren Spass. Zum Abschluss durften dann die Kinder ihr eigenes ganz besonderes Objekt basteln, aus vielen verschiedenen Recyclingmaterialien.

Karin Weisenstein