Navigieren in Mellingen

Baustellenfotos Mai 2026

7. Mai 2026 – Anlieferung Bohrgerät für Pfahlfundation des Turmdrehkrans

Am Nachmittag ist der Platz für die Drehbohrmaschine vorbereitet. Ihre Werkzeuge wie Bohrschnecken, Bohrrohre, Betoneinfüllrohre und Rammköpfe liegen bereit. Abends um 21 Uhr erreicht der Schwertransport den Zentralplatz.

Die Drehbohrmaschine Liebherr LB 30 konnte im betriebsbereiten Zustand mit abgelegtem Mäkler transportiert werden, was für eine rasche Inbetriebnahme auf der Baustelle sorgt. Das 80 Tonnen schwere Gerät dreht sich auf dem Tieflader und fährt über zwei Rampen auf den Platz.

Die Drehbohrmaschine im Einsatz

Für die Pfahlfundation des Turmdrehkrans werden vier Pfähle  benötigt. Diese Arbeiten werden von der Baufirma Implenia ausgeführt. Mit dem Schneckenbohrer wird durch die erste der fünf Bohrröhren in die Erde gebohrt. Der Mäkler (Bohrmast) dreht und rammt mit viel Kraft das Rohr in den Boden. Danach wird der Schneckenbohrer rausgezogen.

Am Anfang fällt lockeres Erdreich von der Schnecke in den Dumper. Dieser Vorgang wird wiederholt. Je tiefer der Schneckenbohrer Erde zu Tage fördert, desto lehmiger wird sie. Nun wird so bis zu einer Tiefe von über 20 Metern gebohrt.

Pro Loch werden zwei Bewehrungskörbe à 12,65m benötigt

Der Mäkler hebt einen Bewehrungskorb in die Bohrröhren. Um den zweiten Bewehrungskorb mit dem ersten zu verbinden, hält der Mäkler den Korb so lange, bis die zwei Körbe aneinander geschweisst sind und lässt danach den gesamten ca. 23m langen Bewehrungskorb in das Bohrrohr hinunter.

Damit der Beton beim Einfüllen nicht an den Bewehrungsstäben hängen bleibt und sich nicht entmischt, wird der Beton durch ein Rohr in die Tiefe geleitet. Sobald der Beton aufgefüllt ist, zieht der Mäkler die fünf Bohrrohre heraus. In insgesamt vier Arbeitstagen waren die vier Grossbohrpfähle gesetzt.

Betonierung von Kranfundament und Betonarbeiten für das neue Widerlager

Am 19. Mai werden die Werkzeuge der Drehbohrmaschine beim Zentralplatz abgeholt. Nun wird das Kranfundament vor dem Jugendbüro bewehrt und betoniert. Im gleichen Zeitraum werden Betonarbeiten für das neue Widerlager ausgeführt.

Die Farbauswahl der neuen Brücke ist ein Meilenstein in der Geschichte von Mellingen. Es gilt die Farbe zu bestimmen, die dann für die nächsten Jahrzehnte an der Brücke zu bestaunen ist.

Mit der Brückeninstandsetzung wird die Farbbeschichtung auf den Stahlträgern  vollständig entfernt und der Korrosionsschutz neu aufgebaut. Für die Oberfläche muss die Deckbeschichtung mit ihrer Farbigkeit, Textur, Glanz und Glimmer neu definiert werden. Der neue Farbton soll sich an den Originalfarben von 1928 orientieren. Dabei sollen die Flächen wiederum mit einem helleren Farbton und die Vertikal- und Horizontalversteifungen auf der Brückenaussenseite und auf der Brückeninnenseite oberhalb der Fahrbahn mit einem dunkleren Farbton versehen werden.

Das Atelier für Restaurierung «Ambühl & Vogelsang» aus Baden hat 2024  mittels Farbschnitten Untersuchungen durchgeführt, um den Originalfarbton zu ermittlen. Mit diesen Analysen wurde die Grundlage erarbeitet für die Farbbemusterungen direkt an der Brücke im März und Mai 2026.

Für diese Bemusterungen wurden spezielle Musterbleche produziert. Sie dienten der Lösungsfindung zwischen kantonaler Denkmalpflege, Fachexperte für historische Verkehrswege, Gemeindebehörden und Bauherrschaft.

Es werden eine Grundbeschichtung, zwei Zwischenbeschichtungen und eine Deckbeschichtung ausgeführt.  Alle Schichten werden gerollt, nur diese Applikation ermöglicht eine strukturierte und lebendige Oberfläche. Die Farben haben einen Zusatz an Eisenglimmer, der die Lebensdauer des Anstrichs verlängert. Es kann von  einer Lebensdauer von ca. 40  Jahren ausgegangen werden. Die Farbauswahl wurde getroffen. Es sind dies für die Flächen der Farbton NCS S3502-B, mit Eisenglimmer (Muster 104)  und für die  Vertikal- und Horizontalversteifungen der Farbton NCS S6502-B, mit Eisenglimmer (Muster 111)  - (Fotos 142 bis 144 Ch. Birchmeier)

real estate